Andacht

Wenn es knüppeldick kommt


Negative Lebensphasen überwinden. Wie reagieren, wenn alle Stricke
reißen? Wohin sich wenden, wenn der Boden unter den Füßen wankt
und keiner da ist, der helfen kann? Was tun, wenn's knüppeldick
kommt? Wenn man mit dem Letzten rechnen muss? Mit unserer
seelischen Tragkraft ist es oft nicht weit her. Wenn man noch die
Leiden der Kranken, der Hungernden und Unterdrückten mittragen
soll, dann ist das sehr viel; oft zu viel für uns. Wir fühlen uns überfordert.
Doch wie können wir unsere negativen Lebensphasen überwinden?
Wer nimmt für uns die Last von der Schulter? Wer die Bürde,
die zu schwer für uns ist?
Die Bibel zeigt auf Jesus Christus hin. Er allein ist die Anlaufstelle
für ein verwundetes Herz. Er allein ist der zuverlässige Anker, wenn alle
Stricke in der Welt reißen. Von ihm wird gesagt, dass er die schwerste
Last, die Sünde der Welt, getragen und weggenommen hat. Selbst die
peinigende Angst vor dem Tod hat er am Kreuz bewusst durchlitten. Was
kann da noch schwerer sein!
Das Furchtbarste aber ist für ihn, wenn wir seine Rettung ablehnen
und dadurch ewig verloren gehen. Schlimm, wenn wir achtlos mit kalter
Schulter an seiner Liebe vorüber gehen und seine Gnade mit Füßen treten.
Das ist das Leid, das ihn schmerzt. Das ist der Kummer, der ihn quält.
Nein, Gott kann sich nicht damit abfinden, dass wir wegen unserer Sünde
in die Hölle kommen. Er kann es nicht mit ansehen, dass wir ohne jede
Hoffnung sterben. Darum sagt er in Johannes 11,24: »Wer an mich
glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt
und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit.«
Dieser liebende Gott will mehr für uns, als nur die negativen
Lebensphasen überwinden helfen. Er will, dass wir leben! Er will, dass wir
seine Herrlichkeit mit ihm teilen. Er will, dass wir auf ewig bei ihm sind
und Gemeinschaft mit ihm haben. Und weil Sünde trennt, hat der Herr Jesus
sie auf sich genommen. Er hat sie an unserer Stelle gesühnt.

Nun ist der Weg frei. Die Tür ist offen zu Gott! Wer durch diese Tür
hindurchgeht, ist gerettet.
Und weil Christen um einen auferstandenen Retter wissen, ist ihre
Freude auch ihr ewiger Trost. Auch dann, wenn's im Leben knüppeldick
kommt: Jesus schenkt dem Glaubenden feste Zuversicht, frohe Hoffnung,
Freude und Halt. Er trägt die Last unseres Lebens, die wir nicht
heben können. Gott hat versprochen: »Ich werde dich nicht verlassen,
noch versäumen«. Er bringt seine Leute ans Ziel. Und das allein zählt.

 

Manfred Paul