Andacht

Gottes Liebeserklärung an dich!
»Weil du teuer bist in meinen Augen und wertvoll bist und ich dich lieb habe ...« (Jesaja 43,4). Was für eine Liebeserklärung Gottes an Israel! Aus freier Gnade hatte er es für sich aus allen Völkern erlöst. Diese Liebeserklärung Gottes gilt auch dir! Und er möchte, dass du weißt, wie er über dich denkt. Du sollst wissen, dass er dich liebt! Er macht aus seinen Gefühlen für dich keinen Hehl. Er wirbt um deine Liebe. Ob du sagen kannst: »HERR, ich will dich wiederlieben und dir allein gehören. Du hast mein Herz ergriffen!«? Das hätte Folgen. Unübersehbare, ewige sogar! Überfließen würde die geistliche Kraft-quelle des neuen Lebens. Zu Ende wäre es mit der Verbissenheit, mit der wir unsere »Geschäfte« abwickeln. Vorbei die Unzufriedenheit unserer Seele, die stets nach neuen Ufern sucht. Viel freudiger würden wir uns zu unserem Herrn Jesus bekennen. Viel entschiedener den Weg des Glaubens gehen.
Was begeistert unser Herz eigentlich? Woran hängen unsere Gefühle? Was lässt unsere Seele in der Finsternis unserer Tage aufleuchten? Etwa das »lohnende« Ziel? Können auch wir sagen: »Jesus ist alles, alles mir, mein Trost, mein Licht, mein Heil«? Singen lässt sich das leicht. Es wäre schlimm, wenn wir zu jenen gehörten, die sich recht gern klammheimlich einen Happen vom Delikatessen-Tisch der Welt genehmigten, weil's beim HERRN nicht mehr so recht schmeckt.
In der Wüste hatte Israel auch einmal das Manna satt und murrte: »Uns ekelt vor dieser losen Speise!« Wie schnell kann man dahin kommen! Nur ein wenig im Trend der Zeit »mitmachen«. Nur nicht so eng sein! Man nimmt sich einfach die Freiheit, macht es mit seinem Gewissen ab, anstatt nach Gottes Willen zu fragen. Doch dabei haben wir vergessen, dass wir unseren Lohn verlieren, unsere Krone verpassen. Diese Begebenheit vergesse ich nie: Eine Kompanie Rekruten mar-schierte. Die gesamte Truppe schmetterte ein Lied nach dem anderen. Ein Text war recht zweideutig. Plötzlich brüllt der Unteroffizier einen
Rekruten von der Seite an: »Mann, warum singen sie nicht mit?« Die Antwort unüberhörbar laut: »Weil ich Jesus angehöre!«
Kennst du auch das unerschrockene Bekenntnis für deinen HERRN? Ja, es lohnt sich tausendmal, sich um Jesu willen gegen den Trend der Zeit zu stemmen. »Mitmacher« haben wir genug in den Gemeinden, Christen, die beides können, auf dieser und auf jener Seite. Doch unser HERR sucht solche, die vom Feuer seiner Liebe entzündet sind. Entschiedene Herzen, die bereit sind, seinen Namen mit Würde zu tragen. Die unerschrocken die Schmach der Ausgrenzung erdulden. Die bereit sind, anders zu sein, weil er anders ist! Der HERR nennt die Seinen teuer und wertvoll. Er liebt sie über alles! Er war sich nicht zu schade, für Sünder sein Leben in den Tod zu geben.
Und unsere Antwort auf seine Liebe? Oder sind wir heute tatsächlich in der Lage, ihn für »einen Apfel und ein Ei« zu verleugnen? Er hat ein Recht auf unsere ungeteilte Liebe! Gibst du sie ihm?

Manfred Paul