Andacht

Gott ist für dich!
Ein Wort mit Inhalt: Im Krieg gefallen, im Aussehen gefallen, in Sünde
gefallen, unter die Räuber gefallen, sich selbst gefallen. Wohin fallen wir
nicht alles? »Mögen wir doch in die Hand des HERRN fallen, denn seine
Erbarmungen sind groß!« (2. Samuel 24,14). Wohin lässt du dich
fallen? Vielleicht ist deine Not im Augenblick zu schwer, als dass du sie
lösen könntest. Der Teufel will, dass du mit all deiner Bedrückung in die
Grube der Verzweiflung fällst. David, der obiges Wort mit angsterfülltem
Herzen redete, wusste, dass es für ihn nur eine Lösung gab: Ich lasse
mich in die Hand des HERRN fallen!
Was immer auch deine Not ist, wie schlimm auch deine augenblick-
liche Lage sein mag, rechne mit Gottes Erbarmen. Ob du selbst durch
Sünde deine Not verschuldet hast oder die Verhältnisse dich ängstigen, es
gibt ein »in die Hand des HERRN fallen lassen«! Der Teufel hasst diese
Herzenseinstellung wie die Pest. Er weiß, wenn Menschen sich auf Gottes
Erbarmen verlassen, hat er verloren. Jeder Dritte ist seelisch angeknackt.
Die Zahlen treffen auch auf angrenzende Nachbarstaaten zu. Und wenn
wir so weitermachen, steuern wir einem Irrenhaus entgegen. Die Invasion
aus der Unterwelt Satans hat längst begonnen. Der Teufel mit all seinen
Kumpanen befindet sich mitten im Generalangriff. Das erklärt, dass für
viele die unerklärliche Angst des Herzens zunimmt. Und weil man sich
nicht in die Hand des HERRN fallen lässt — mitten in sein Erbarmen
hinein den Absprung wagt, wird die Seele mit Beruhigungsmitteln
betäubt. Man hat ja so viele davon! Das Vertrauen in die Pillen und
Kügelchen ist groß. Tatsache ist jedoch, dass Medikamente nur Probleme
verdrängen. Lösen kann sie nur der HERR! Warum setzen wir also unser
Vertrauen nicht in die Allmacht Gottes?
Haben wir vergessen, dass sich unter uns schon längst die treue und
liebevolle Hand des HERRN geöffnet hat? Spring doch! Warum zögerst
du? Hast du etwa kein Zutrauen? Wer nicht in die Hand des Herrn springt,
ist sowieso verloren. Er wird gepackt von den unbarmherzig
zugreifenden Zahnrädern der Finsternis, die da heißen: Angst, Sorge,
Verzweiflung, Selbstvorwürfe, geistliche Umnachtung. Ich rufe dir
daher im Namen Jesu zu: »Spring in Jesu Hand, spring mitten hinein in
seine Wundenmahle!« Sie sind der Beweis, dass er dich unaussprechlich
liebt. Fehlt dir Heilsgewissheit? Fehlt dir die innere Ruhe und
Ausgeglichenheit? Spring in die Hand des HERRN! Diese Hand wird
dann auch deine Wellen glätten. Fehlt dir das Zutrauen in Gottes gute
Absichten mit dir? Spring in die Hand des HERRN! Seine Hand ist
nicht zu kurz, um dich zu retten.
Warum zweifelst du? Reiß dich von den Fangarmen der Grübelei
los. Nur dann kommst du vom Denken zum Danken.

Manfred Paul