Andacht

Bestimmen die Sterne unser Schicksal?
Tierkreiszeichen? Die meisten wissen es und es kommt wie aus der Pistole geschossen: »Widder, Wassermann, ...« oder irgendein anderes. Und im Horoskop ist dann zu lesen: »Dieser Tag wird erfolgreich für Sie — das Glück ist auf Ihrer Seite —> greifen Sie zu. Die Sterne stehen äußerst günstig für Sie.« Stell dir vor: Etwa 70 % der Bevölkerung lesen jeden Tag ihr Horoskop — viele richten sich danach! In unserer geheimnis-umwitterten Welt glaubt man heute fast alles.
Moment mal: Tatsache ist doch, dass die »Horoskopenbastler« immer noch die alten Rezepte der Sumerer, Chaldäer, Babylonier, Griechen oder Römer gebrauchen. Und dabei weiß doch jeder Astronom, dass sich die Konstellation der Sterne Jahr um Jahr verändert. Es ist unver-ständlich, dass die 5000 Jahre alte Form der Wahrsagerei, der Sterndeu-tung ausgerechnet heute ihre Blüten treibt.
Die Astrologie, ein Geisteserbe heidnischer Religionen, ist auch heute noch mit der Vorstellung behaftet, Planeten und andere Gestirne der Tierkreiszeichen seien Götter, die mit bösen oder wohlwollenden Blicken das Geschehen auf Erden beobachten. Dieser Gedanke spukt bis heute kräftig in den Köpfen. Beeinflussen die Sterne wirklich unser Leben? Die Hokuspokus-Astrologen schwören darauf, dass man an der Konstellation die Sterne alles Mögliche »ablesen« oder »deuten« kann. Und wer hat nicht schon einmal sein Geburtshoroskop gelesen, das ausschlaggebend sein soll, da es das ganze Leben bestimmt. »Schicksalsstrahlen« sollen es ihm angetan haben.
Wer aber um exakte, wissenschaftliche Aussagen bemüht ist, begreift spätestens dann, dass es sich hier um nichts anderes als um einen heidnischen »Namensfetischismus« handelt. Nicht, weil die Sterne Kraft haben, gibt man sich mit ihnen ab, sondern weil man sich mit ihnen abgab, ihnen bedeutungsvolle Namen zulegte und sie zu Hokuspokus machte. Darum erlangten sie Gewalt über die ihnen hörigen Menschen. Man wagt es kaum zu sagen: Bis hinein in die höchsten Wirtschafts- und Politiker-Etagen in aller Welt lässt man sich Prognosen erstellen, vertraut man dem Geschwätz der Astrologen. Doch bei dem Gedanken wird einem angst und bange.
Würdest du einem Kapitän noch die Verantwortung für Tausende von Passagieren überlassen wollen, wenn er sich nicht mehr nach Kompass und Radar, sondern nach seinem Tageshoroskop richtete? Nicht auszudenken! Gott klagt an: »... ihr Himmelszerleger, ihr Stern-deuter, ihr verkündet anderen die Wahrheit und irrt doch selbst umher ... jeder in seine eigene Richtung — und niemand hilft euch!« (Lies bitte Jesaja 47,12!) Gottes Angebot steht: »Fragt mich doch, was die Zukunft betrifft!« (Lies bitte Jesaja 45,11!)
Gott, unser Schöpfer, fordert mit Recht von uns Menschen, ihm zu vertrauen und nicht anderen Göttern nachzulaufen. Gilt dein Vertrauen etwa den kalten Sternen? Oder sehnst du dich nach der liebevollen Hand
Gottes, die dein Leben rettet und befreit und dich auf guten Wegen führt? Dann brauchst du Jesus Christus! Er rettet, erlöst und befreit jeden, der will!

 

Manfred Paul