Interessantes

Denn die Gnade Gottes ist erschienen,
heilbringend allen Menschen …
Titus 2,11


Vergebliches Warten?
In einer Kolumne einer Tageszeitung fand ich interessante Gedan-
ken unter dem Titel »Nur der Hund kehrte zurück in die Heimat«.
Inhaltlich geht es um die Flucht aus Ostpreußen 1944 vor den Trup-
pen der Roten Armee. So musste auch eine Familie, deren Name nicht
genannt wurde, Haus und Hof verlassen. Mit dabei auf dem Treck nach
Westen war ein kleiner Dackel. Als die Menschengruppe eine Pause
einlegte, ging der Hund seinem Jagdtrieb nach. Infolgedessen ver-
passte er den Anschluss, als der Treck weiterziehen musste.
30 Jahre später konnte die geflüchtete Familie ihren zurückgelasse-
nen Hof und die neuen Besitzer besuchen. Dort erfuhren sie, dass 1945
ein halb verhungerter Dackel aufgetaucht war, der offensichtlich alles
gut kannte und auf dem Hof zu Hause war. Er legte sich auf die Schwelle
der Eingangstür und sah nach draußen und wartete sehnsüchtig – auf
sein Herrchen bzw. auf seine »Familie«. Den Kopf auf der Schwelle
hatte er fünfzehn Jahre später sein Hundeleben beendet. Wie schade,
dass er die Rückkehr seines Herrn nicht mehr erleben konnte.
Irgendwie erinnert mich diese Geschichte an das Schicksal von uns
Menschen und unsere Zugehörigkeit zu Gott. Auch wir sind ihm davon-
gelaufen. Auch uns ist in Erinnerung geblieben, wo wir eigentlich hin-
gehören und wo unser Zuhause ist. Aber anders als in dieser Geschichte
hat sich Gott schon vor langer Zeit aufgemacht, um uns zu suchen und
zu finden. Dazu hat er seinen Sohn gesandt, durch den wir ihm nun
wieder begegnen können. Nun einfach nur den Kopf auf die Schwelle
legen und abwarten, was weiter passiert, wäre nicht richtig. Wir dürfen
ihm froh entgegenlaufen und seine dargebotene Hand ergreifen, um
dann nie mehr von ihm getrennt zu sein. mtz
Wissen wir, wo wir hingehören? Warten wir immer noch auf
Gott?
Das Warten hat ein Ende, weil er in Jesus zu uns gekommen ist.
Titus 2,11-14

 

Aus: Leben ist mehr