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Eine Erfahrung Edisons
Zu den großen Erfindern gehört der Elektrotechniker Edison (geboren
10. Februar 1847 im nordamerikanischen Staat Ohio). Als Sohn
geringer Eltern, in Dürftigkeit aufgewachsen, war er in seinen Jugendjahren
Zeitungsjunge auf einer amerikanischen Eisenbahn. Wissensdurstig
und reich begabt, nutzte er seine Nächte aus, um alles, was zum
Betrieb der elektrischen Telegrafen gehört, zu studieren. Mikrophon
und Phonograph und die elektrischen Glühlampen sind von ihm erfunden.
Natürlich mußte er anfangs Mittel und Wege suchen, um seine Erfindungen
praktisch zu verwerten; noch nicht 20 Jahre alt, ging er zum
Inhaber eines großen Geschäfts und bot ihm eine seiner ersten Erfindungen
an. Der Kaufmann prüfte die Sache ernstlich, und da er sich
von der Tragweite derselben überzeugte, erklärte er Edison:
„Ich will Ihnen 15 000 Dollar (etwa 62 000 Mark) für diese Erfindung
geben."
Edison traute seinen Ohren nicht, als er die Summe hörte. 15 000
Dollar — das kam ihm schwindelhaft vor. Das war ja unmöglich. Zögernd
willigte er ein. Nun gab der Kaufmann ihm einen Check auf eine
Bank über 15 000 Dollar. Als Edison anstatt baren Geldes nur einen
solchen Schein bekam, wurde er erst recht mißtrauisch. Aber er nahm
das Papier, ging zur Bank und bat um Auszahlung des Geldes. Der unfreundliche
Kassier erklärte: "Das kann ich so nicht auszahlen."
Ganz niedergeschmettert ging Edison nach Hause; so hatte er es sich
gleich gedacht — er war einem Schwindler in die Hände gefallen. Ein
Freund, der ihn aufsuchte, fand ihn sehr trostlos.
„Zeige mir doch das Papier!" — „Ja, lieber Freund, das ist alles in
Richtigkeit, du bist ein reicher Mann, die 15 000 Dollar werden dir jedenfalls
ausbezahlt. Du hast nur vergessen, deinen Namen hier auf die
andere Seite zu schreiben. Tue das, und die Bank zahlt dir jedenfalls
das Geld."„Wirklich?"„Ganz bestimmt!"
Und so geschah es. Edison unterschrieb — und der Check wurde ausbezahlt.
Solche Geldanweisungen eines Kaufmanns sind ein Gleichnis von
den Verheißungen Gottes; diese sind für dich da! Aber es gilt auch da
deinen Namen hineinzusetzen; dann erst bekommen die Verheißungen
für dich Wert.
Jesaja 12, 1-3: „Zu derselben Zeit wirst du sagen: Ich danke Dir,
Herr, daß Du zornig bist gewesen über mich und Dein Zorn sich gewendet
hat und tröstest mich. Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und
fürchte mich nicht; denn Gott der Herr ist meine Stärke und mein Psalm
und ist mein Heil. Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den
Heilsbrunnen."

Aus: Von der Landstrasse des Lebens-Georg von Viebahn