Interessantes

Gott hat die Arbeit zu vergeben
Ein Fabrikschlosser, der durch eigene Schuld seine Arbeit verloren
hatte, suchte bei Gläubigen Rat und Hilfe. Er hatte nur die eine Arbeit
gelernt, die er in der Fabrik getan, und konnte daher nicht in jeder
Schlosserwerkstatt ankommen. Aber jener Christ ermunterte ihn, diese
äußere Angelegenheit dem anzuvertrauen, der alle Stellen und alle
Arbeiten zu vergeben hat. — Sie beugten zusammen die Knie; der Gläubige
bat Gott in kindlichem Vertrauen, diesem verzagenden jungen
Mann Arbeit und Brot zu geben.
Am zweiten Tag darauf kam ein Schlossermeister in das Haus, wo
dieser junge Mann wohnte, um einen Arbeiter zu suchen — gerade für
die besondere Arbeit, die dieser junge Mann tun konnte. Es ist menschlich
völlig unerklärlich, weshalb und wieso jener Schlossermeister in dies
Haus und diese Wohnung gekommen ist! Leider kann diese Geschichte
aber nicht erzählt werden, ohne hinzuzufügen, daß derselbe junge
Mensch, dem Gott so wunderbar geholfen hat, am dritten Tag diese
ihm geschenkte Arbeit eigenwillig und widerwillig wiederum verließ. -
Wie groß ist Gott, der es nicht verschmäht, undankbaren Sündern zu
helfen, obwohl Er vorher weiß, wie sie Ihm danken werden!
Römer 2, 4: „Verachtest du den Reichtum Seiner Güte, Geduld und
Langmütigkeit? Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet?"

Georg von Viebahn