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Das Wort für den Selbstmörder


Das Wort Gottes begegnet den Menschen jetzt in tausendfacher Weise,
mehr als je in früherer Zeit; denn es ist große Gnadenzeit, in welcher
Gott Sein Wort mit vollen Händen ausstreut. Im Nordosten von Frankfurt
a. M. hat ein Gläubiger ein Haus mit einem großen Saal gebaut,
der allein dem Dienst des Evangeliums gewidmet ist. Als das Haus fertig
war, sollte ein Bibelspruch darauf gesetzt werden. Der Erbauer hatte
das Wort gewählt: „Bei dem Herrn findet man Hilfe" (Psalm 3, 9).
Er ließ sich jedoch bestimmen, einen andern Spruch an die Frontseite
des Hauses zu setzen.
Nachher dachte er aber, das zuerst gewählte Wort könnte doch von
einem verzagenden Menschen, der hoffnungslos mit Selbstmordgedanken
daherkäme, ein Wegweiser zur Errettung werden. Er befahl also,
an die Seitenwand des Hauses, die nach einem Feld hin liegt, mit großen
Buchstaben anzuschreiben:
„Bei dem Herrn findet man Hilfe."
Das Haus war noch nicht lange eingeweiht und seinem Zweck übergeben,
als ein junger Mensch zum Erbauer kam und ihm erzählte, er
sei als ein Verzweifelnder über das Feld gekommen, entschlossen, seinem
Leben ein Ende zu machen; da habe er diese Worte am Haus gelesen,
die ihn gedrängt hätten, hineinzugehen; und da, unter der Verkündigung
des Wortes Gottes, habe er gelernt, an Gott zu glauben und zu
beten, und sei so ein Eigentum Jesu Christi geworden.

Georg von Viebahn