Sprüche

Sprüche 10, 1-25

Segen der Gerechtigkeit
1 Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter
Kummer.
2 Unrechtes Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit rettet vom Tod.
3 Der HERR lässt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; aber die Gier der Gottlosen stößt er weg.
4 Lässige Hand macht arm; aber die Hand der Fleißigen macht reich.
5 Wer im Sommer sammelt, ist ein kluger Sohn; wer aber in der Ernte schläft, ist ein Sohn, der Schande macht.
6 Das Haupt der Gerechten hat den Segen; aber der Mund der Gottlosen deckt Gewalttat zu.
7 Das Gedächtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Name der Gottlosen wird verwesen.
8 Wer von Herzen weise ist, nimmt die Gebote an; aber ein Narrenmund kommt zu Fall.
9 Wer aufrichtig lebt, lebt sicher; wer aber krumme Wege geht, wird offenbar werden.
10 Wer mit den Augen winkt, wird Mühsal anrichten; und wer einen Narrenmund hat, kommt zu Fall.
11 Der Mund des Gerechten ist ein Brunnen des Lebens; aber der Mund der Gottlosen deckt Gewalttat zu.
12 Hass erregt Hader; aber Liebe deckt alle Übertretungen zu.
13 In den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken des Unverständigen gehört die Rute.
14 Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Mund der Narren ist dem Verderben nah.
15 Der Besitz des Reichen ist seine feste Stadt; die Armut der Geringen ist ihr Verderben.
16 Der Gewinn des Gerechten dient zum Leben; aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Sünde.
17 Zucht halten ist der Weg zum Leben; wer aber Zurechtweisung nicht achtet, geht in die Irre.
18 Wer Hass verbirgt, hat heuchlerische Lippen; und wer offen verleumdet, ist ein Tor.
19 Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.
20 Die Zunge des Gerechten ist köstliches Silber; aber das Herz der Gottlosen ist wie nichts.
21 Die Lippen des Gerechten leiten viele; aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben.
22 Der Segen des HERRN macht reich ohne Mühe, und eigene Mühe fügt ihm nichts hinzu.
23 Wie ein Narr Mutwillen treibt und dazu noch seinen Spott hat, so erfreut Weisheit den verständigen Mann.
24 Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten wünschen, wird ihnen gegeben.
25 Der Gottlose ist wie ein Wetter, das vorübergeht und nicht mehr ist; der Gerechte aber besteht ewig.